AS-Praxis

Dr. med. Ulrich Altenvörde
Dr. med. Helmut Schmidt

Internistisch-Hausärztliche
Gemeinschafts-Praxis

Ärzte für Innere Medizin
Hausärztliche Versorgung

Bochumer Strasse 3
51145 Köln-Porz (Eil)

Thema: Darmkrebs-Vorsorge / Früherkennung


Darmkrebs (medizinischer Begriff: Kolon-Karzinom, Rektum-Karzinom) ist in Deutschland bei Männern und Frauen eine der häufigsten bösartigen Erkrankungen. Etwa 70.000 Menschen erkranken jährlich an Darmkrebs, fast 30.000 sterben an ihrer Erkrankung. Dies müsste nicht sein, denn durch eine rechtzeitige Vorsorge- bzw. Früherkennungsuntersuchung wären bis zu 90 % dieser Erkrankungen vermeidbar! Leider nehmen bisher nur etwa ein Viertel der Menschen über 55 Jahren die Gelegenheit zur Darmspiegelung wahr.

Darmkrebs entsteht fast ausnahmslos aus gutartigen Krebs-Vorstufen, den so genannten Darm-Polypen. Dieser Prozess der Krebs-Entstehung kann bis zu 10 Jahre betragen. Darm-Polypen können in jedem Alter entstehen, jedoch steigt die Wahrscheinlichkeit ab dem 40. Lebensjahr deutlich an. Ab dem 50.-55. Lebensjahr steigt dann auch das Risiko, an einem Darmkrebs zu erkranken.
Beschwerden von Seiten des Darms treten jedoch meist erst dann auf, wenn die Krebserkrankung bereits weit fortgeschritten und nicht mehr heilbar ist. Sind in der Familie bereits Darmkrebserkrankungen bekannt, so besteht für die Verwandten auch ein erhöhtes Risiko einer Erkrankung.

Bis vor einigen Jahren bestand die Darmkrebsvorsorge in der Durchführung so genannter Stuhlstreifen-Tests (z.B. Hämoccult®, Hemofec®), die auf dem Nachweis mikroskopischer Blutspuren (okkultem Blut) basieren. Diese können im Rahmen der normalen Krebsvorsorge-Untersuchungen ab dem 50. Lebensjahr durchgeführt werden. Methoden-bedingt werden hierbei aber im günstigsten Fall nur bis zu 70 Prozent der krankhaften Befunde erfasst, so dass diese Methode als Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchung absolut unzureichend ist. Auch neue immunologische Stuhltests erreichen keine optimale Nachweisrate.

Inzwischen hat sich die Darmspiegelung (Koloskopie) als beste und zuverlässigste Methode der Darmkrebs-Vorsorge und Früherkennung mit wissenschaftlich nachgewiesenem Nutzen etabliert und wird seit einigen Jahren auch als Vorsorgeleistung von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Jeder Frau ab dem 55. Lebensjahr und jedem Mann ab dem 50. Lebensjahr wird eine Darmspiegelung empfohlen, die bei unauffälligem Befund erst nach 10 Jahren wiederholt werden sollte. Eine Darmspiegelung dauert nach entsprechend guter Darmreinigung nur ca. 10-15 Minuten, und kann, ggf. mit Hilfe einer medikamentösen Sedierung/Analgesie (Beruhigungs- und/oder Schmerzspritze), weitgehend schmerzfrei durchgeführt werden. Hierbei wird ein dünnes flexibles Endoskop vom After bis zum Ende des Dickdarmes unter Sicht eingeführt und das Bild von einem hochempfindlichen Video-Chip auf einen Monitor übertragen. Meistens ist es möglich, dass Sie das Videobild auch selbst betrachten können. Während der Untersuchung ist es erforderlich, etwas Luft in den Darm zu insufflieren, damit sich der Darm für eine optimale Sicht entfaltet. Wichtige Voraussetzung für die sichere Durchführung einer Darmspiegelung und einen aussagekräftigen Befund ist eine möglichst optimale Darmreinigung. Hierzu ist es erforderlich, je nach Präparat ca. 2-4 Liter einer Trinklösung einzunehmen.

Koloskopie

Schematische Darstellung des Dickdarms mit Video-Koloskopie-Bildern


PolypektomieDer größte Vorteil der Darmspiegelung, neben der höchsten Nachweisrate auffälliger Befunde, ist die gleichzeitige Möglichkeit der Therapie, denn eventuell nachweisbare Darmkrebs-Vorstufen, die Darm-Polypen, können bei der Untersuchung mittels einer Elektroschlinge schmerzfrei und komplikationsarm abgetragen werden (Polypektomie), so dass sich im Verlauf aus diesem Befund kein Darmkrebs entwickeln kann.

Bei neuartigen röntgenologischen Darmuntersuchungen durch Computer-Tomographie (CT) oder Magnetresonanz-Tomographie (MRT), der so genannten "virtuelle Koloskopie", besteht diese Möglichkeit der unmittelbaren Therapie nicht, so dass eventuell dann doch ein zweiter, nun endoskopischer Eingriff nach nochmaliger Darm-Reinigung erforderlich wird. Somit konnten sich diese Methoden, auch aufgrund der bei der Computer-Tomographie bestehenden Strahlenbelastung, bisher nicht etablieren.

Die ebenfalls ganz neuartige Technik der Kapsel-Endoskopie ist bisher nur der Untersuchung ausgewählter Erkrankungen des Dünndarms vorbehalten und steht als Routine-Untersuchung für den Dickdarm (noch) nicht zur Verfügung. Auch dieses Verfahren trägt jedoch den Nachteil in sich, dass eine simultane Entfernung eventuell erkannter Polypen nicht möglich ist.

Abgesehen von einer Vorsorge-Koloskopie ist eine Darmspiegelung auch immer bei folgenden Symptomen oder Ereignissen dringend erforderlich:

  • Abklärung eines positiven Stuhl-Tests
  • sichtbare Blutbeimengung oder Blutauflagerung im/auf dem Stuhl
  • Blut am Toilettenpapier
  • neu aufgetretene, anhaltende Stuhlveränderungen
  • Menschen, in deren Familien bei Verwandten 1. oder 2. Grades bereits ein Darmkrebs aufgetreten ist
  • Kontrolle nach erfolgter Polyp-Entfernung (Zeitabstand je nach individuellem Befund)


Wenn Sie Fragen zur Darmspiegelung oder ihrer Durchführung haben, so vereinbaren Sie einen Termin zu einem persönlichen Gespräch.

Darmkrebs ist eine der wenigen Krebserkrankungen, die sich durch entsprechende Vorsorge-Untersuchungen verhindern, oder zumindest frühzeitig erkennen lassen.
Nutzen Sie die Chancen, die Ihnen eine rechtzeitig durchgeführte Darmspiegelung bietet!

Weitere Informationen zur Darmspiegelung finden Sie auch auf folgender Internet-Seite:

http://www.gesundheit.de/medizin/untersuchen/koloskopie/index.html

Viele Informationen zum Thema Darmkrebs und auch den Untersuchungsmethoden können Sie auf folgender Internet-Seite lesen:

http://www.darmkrebs.de



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