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Der weisse Rausch

Tonfilm, s/w; 94 Minuten
Deutschland, 1931

Regie: Dr. Arnold Fanck

Darsteller: Leni Riefenstahl, Hannes Schneider, Guzzi Lantschner, Walter Riml, Rudi Matt u.a. .

Uraufführung am 10.12.1931 im UFA-Palast am Zoo, Berlin

 

Nach dem eher ernsten Bergdrama „Die weiße Hölle vom Piz Palü“ wand sich Arnold Fanck in seinem nächsten Bergfilm wieder einem unbeschwerteren Thema zu. In dieser Komödie spielt, ganz nach der Vorliebe von Fanck, der Skilauf und die Natur die Hauptrolle. Die Schauspieler, darunter auch Leni Riefenstahl, werden beinahe zu Statisten in diesem Skifilm, der von einer langen Fuchsjagd mit teilweise atemberaubenden Abfahrtsaufnahmen lebt. In der Kritik wurde vor allem an Leni Riefenstahl (und auch von ihr selbst) bemängelt, daß ihre Rolle nicht viel mehr gab, als immer wieder „Au fein“ zu rufen.

Die Geschichte des Films ist daher schnell erzählt: Leni, eine junge Berlinerin (dargestellt von Leni Riefenstahl) will während eines Winterurlaubes in St. Anton an einem Gäste-Skirennen teilnehmen und lässt sich daher in einem Schnellkurs von Hannes (Hannes Schneider) Grundkenntnisse im Skifahren beibringen. Zwei Hamburger Zimmerleute (Guzzi Lantschner und Walter Riml) versuchen ebenfalls, jedoch auf eigene Faust mit einem Skilehrbuch, für das Skirennen das Skifahren zu erlernen. Hieraus ergeben sich zahlreiche slapstickartige komische Szenen. Mit Hilfe ihres kleinen Freundes Lothar (Lothar Ebersberg) gewinnt Leni das Skirennen der Anfänger. Im Jahr darauf will Leni an der alljährlich stattfindenden Fuchsjagd teilnehmen und bildet mit ihrem ehemaligen Lehrer Hannes das Fuchspaar. Trotz vieler Tricks verhindern diverse Zufälle, an denen die beiden ebenfalls teilnehmenden Zimmerleute nicht unbeteiligt sind, dass Leni und Hannes die Verfolger ganz abschütteln können, aber trotzdem gelingt es den Jägern um Rudi (Rudi Matt) nicht, das Fuchspaar zu fangen. Erst dem kleinen Lothar ermöglicht es mit einem Streich, die beiden zum Schluß doch noch einzufangen und einer wilden Schneeballschlacht auszuliefern.

Trotz einiger Schwächen und dem Schwerpunkt auf den Ski-Aufnahmen der Fuchsjagd ist „Der weisse Rausch“ doch ein streckenweise amüsanter Film, wozu auch die beiden gegensätzlichen Zimmermanns-Gesellen mit beeindruckender Ski-Akrobatik beitragen. Arnold Fanck drehte hiermit auch den ersten Tonfilm über das Skilaufen, an dem die damals besten Skiläufer teilnahmen.
In Österreich wurde der Film unter dem Titel "Sonne über dem Arlberg" aufgeführt.
(H.S.)

 

Derzeit ist der Film in Europa in folgenden Formaten erhältlich:

  • Video:
    - Arcade Video
    - Edition "Film 101 Kaiser München"
  • DVD:
    - seit 2004 erhältlich

 

 

 

 

Weitere Bilder in den Filmprogrammen

IFK "Der weisse Rausch"
- Wiener IFK "Sonne über dem Arlberg"

 

 

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