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Das blaue Licht - Eine Berglegende aus den Dolomiten

Tonfilm, s/w; 86 Minuten; Deutschland, 1932
Neubearbeitung von 1951; 72 Minuten

Darsteller: Leni Riefenstahl, Mathias Wiemann, Beni Führer, Max Holzboer, Franz Maldacea, Martha Mair und Bauern aus dem Sarntal, Südtirol

Uraufführung am 24.03.1932 im UFA-Palast am Zoo, Berlin; Wiederaufführung 27.09.1938 Kurbel, Berlin

Dies ist das erste eigene Filmprojekt von Leni Riefenstahl nach einer eigenen Idee (möglicherweise inspiriert vom Buch "Bergkristall" von Gustav Renker, 1930) in dem sie wegen geringer finanzieller Mittel als Regisseurin, Produzentin, Bildgestalterin und Hauptdarstellerin fungiert. Wertvolle Unterstützung beim Drehbuch erhält Leni Riefenstahl vom ungarischen Film-Theoretiker und Drehbuchautor Béla Balázs. Nach eigenen Angaben entsteht das Drehbuch in einer Gemeinschaftsarbeit mit Balázs, Hans Schneeberger und Carl Mayer ("Kampf in Schnee und Eis", Leipzig 1933, Seite 69).
Der Film wird mit viel Engagement, sparsamstem Budget und kleinem Team fertiggestellt, weshalb Leni Riefenstahl wie bei keinem anderen ihrer folgenden Filme ihre künstlerischen und bildgestalterischen Vorstellungen so unbeeinflußt von äußeren Zwängen und Einflüssen verwirklichen kann. Umstritten bleibt letztendlich heute, wie der endgültige Filmschnitt der Version von 1932 entstanden ist. Es gibt hierzu sehr widersprüchliche Äußerungen von Leni Riefenstahl, Arnold Fanck und dem Produzenten Harry Sokal.

Bei der Film-Biennale in Venedig wird der Film 1932 mit der Silbermedaille ausgezeichnet. Neben überwiegend positiven Kritiken erscheinen jedoch auch negative Rezensionen, die nachher überwiegend der jüdischen Presse angelastet werden. Insgesamt läuft der Film im Ausland erfolgreicher als in Deutschland. Hier wird der Film, da Hitler dadurch auf sie aufmerksam wird, zum Startpunkt ihrer Karriere als Regisseurin, aus der die Parteitags-Filme und die Olympia-Filme hervorgehen, die schließlich ihren Ruhm und Erfolg begründen.
1938 findet eine Wiederaufführung des Films statt.

1951 erstellt Leni Riefenstahl aus verbliebenem Filmmaterial (das Originalnegativ ging im Krieg verloren) eine neue Fassung, wobei die Rahmenhandlung der Originalfassung entfällt. Diese Tatsache wird oft verwechselt, selbst in David B. Hintons Buch "The Films of Leni Riefenstahl" findet sich dieses Detail falsch dargestellt. Der Film wird nachsynchronisiert und wiederum von G. Becce neu vertont.

Der Film erzählt die Geschichte der in der Nähe des Bergdorfs Santa Maria allein lebenden jungen Frau Junta, die aufgrund ihrer außergewöhnlichen Fähigkeiten, den Berg Monte Cristallo zu besteigen und Kristalle zu bergen, von der Bevölkerung gemieden und als Hexe verrufen wird. Mehrere junge Männer des Dorfes stürzen beim Versuch, einem in Vollmondnächten blau schimmernden Licht am Gipfel des Monte Cristallo zu folgen, ab. Der Maler Vigo, der sich für Junta einsetzt und sich in sie verliebt, folgt der in einer weiteren Vollmondnacht schlafwandelnd zum Gipfel steigenden Junta und entdeckt ihr Geheimnis, eine Grotte voller Bergkristalle von der das geheimnisvolle Leuchten ausgeht, während Toni, ein Dorfbewohner, der ihr ebenfalls gefolgt war, abstürzt. Vigo, der die Kristalle bergen möchte, erzählt den Dorfbewohnern von der Kristallgrotte. Diese plündern die Grotte und verkaufen die Kristalle. Als Junta die leere Grotte vorfindet stürzt sie verzweifelt in den Abgrund und wird von Vigo gefunden.
Die Rahmenhandlung zeigt ein junges Paar auf der Durchreise im Dorf Santa Maria, dem in einem Legendenbuch die Geschichte der Junta erzählt wird.
Oft wird Leni Riefenstahl zitiert, daß sie in der Geschichte der Junta ihr eigenes Schicksal vorgezeichnet sieht.

 

 

Derzeit in Europa in folgenden Formaten erhältlich:

  • Video: 
    -  arte-edition / arthaus (Best.Nr. 1087)
    -  Taurus-Filmkollektion

(jeweils in der gekürzten Fassung von 1951
ohne die sogenannte Rahmenhandlung, obwohl die Fassung von 1932 angekündigt wird!)

  • DVD:
    für März 2005 angekündigt

 

 

Bilder zum Film in der Galerie II

Werkaufnahmen zum Film in der Galerie II

Weitere Bilder in den Filmprogrammen:

- Illustrierter Filmkurier  IFK 1748 "Das blaue Licht " 
-
IFK 2797 "Das blaue Licht"
- Wiener Illustrierter Filmkurier WFK 388 "Das blaue Licht"

 

 

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