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Leni Riefenstahl - Memoiren 
Albrecht
Knaus Verlag / München Hamburg 1987
927
Seiten mit 51 sw-Abbildungen
Neuauflage in zwei Bänden
im Herbig-Verlag / München 1997
Taschenbuchausgabe in zwei Bänden im Ullstein-Verlag /
Frankfurt/Main-Berlin 1990
Neuausgabe im Taschen-Verlag / Köln 2000
Aus Gründen der
Fairness sollte dieses Buch die Grundlage jeder ernst
gemeinten Auseinandersetzung mit Leni Riefenstahl darstellen.
Mitreissend erzählt, fesselt es den Leser in flüssigem Stil
geschrieben bis zum Schluß.
Einige Passagen sind sicher im Rückblick nach vielen Jahren geschönt
und verklärt worden und manche - insbesondere
zeitliche, aber auch inhaltliche - Details halten genauen
Recherchen nicht stand. Aber welcher Kritiker könnte sich
nach so langer Zeit vor Ungenauigkeiten freisprechen.
Schwierig zu klärende Diskrepanzen ergeben sich wohl
insbesondere zu Tagebüchern von Joseph Goebbels.
Auf der anderen Seite kann man Leni Riefenstahl nicht das
Recht absprechen, ihre Memoiren als Plattform zur
Rechtfertigung gegenüber von verschiedenen Seiten
vorgetragenen Vorwürfen und zur Widerlegung falscher
Behauptungen zu benutzen.
In der deutschen Kritik deshalb eher negativ bewertet, wurde
das Buch international ein Erfolg.
Aus unserer Sicht ein faszinierendes Buch.
(H.S.)