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Thema: Hypercholesterinämie


Erhöhte Cholesterinwerte im Blut stellen einen wichtigen Risikofaktor für Herz-Kreislauf- und Gefäßerkrankungen wie Arteriosklerose ("Gefäßverkalkung"), Herzinfarkt, Schlaganfall und Verschlusskrankheit der Beine ("Schaufenster-Krankheit") dar.

Man sollte jedoch dem Cholesterin-Wert als alleinigem Risikofaktor keine zu hohe Bedeutung beimessen. Erst in Kombination mit anderen Risikofaktoren der Arteriosklerose (Rauchen, Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, erbliche Veranlagung) kommt es zum vermehrten Auftreten von Arteriosklerose und ihren Folgeerscheinungen.

Bei der weiteren Beurteilung muss zusätzlich zum Gesamt-Cholesterin insbesondere das "schlechte" LDL-Cholesterin (low-density-lipoprotein-Cholesterin) berücksichtigt werden, da dieses der entscheidende Faktor für ein Fortschreiten der Arteriosklerose ist. Zunehmende Bedeutung erlangt jedoch auch die Wichtigkeit eines möglichst hohen Wertes des "guten" HDL-Cholesterins (high-density-lipoprotein-Cholesterin), da es schützend vor Arteriosklerose wirkt. Der Gesamt-Cholesterin-Wert für sich allein genommen hat wenig Aussagekraft.

Der Durchschnittswert der Gesamt-Cholesterinwerte liegt je nach durchschnittlichem Alter der untersuchten Bevölkerungsgruppe zwischen 250 und 270 mg/dl. Frauen haben in der Regel 10-20 % höhere Werte als Männer. Früher wurde ein Grenzwert von 240 mg/dl für das Gesamt-Cholesterin angesetzt. In den letzten Jahren wurde dieser Grenzwert auf 200 mg/dl herabgesetzt. Dies würde jedoch viele Menschen unberechtigter Weise zu Patienten machen, so dass heute ein individuelles Konzept zur Beurteilung erhöhter Cholesterin-Werte vorgezogen wird.
Für diese Beurteilung, ob ein individueller Cholesterin-Wert zu hoch, das heißt behandlungsbedürftig ist, müssen die jeweiligen Begleiterkrankungen des Patienten und sein individuelles Risiko-Profil für Arteriosklerose berücksichtigt werden. Hier spielen Rauchen, Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, erbliche Veranlagung und das Verhältnis von LDL zu HDL eine entscheidende Rolle, ob neben der speziellen Ernährung eine medikamentöse Therapie mit so genannten Cholesterin-senkenden Medikamenten ("Statine", z.B. Simvastatin, Pravastatin) sinnvoll ist. Somit muss bei jedem Patienten individuell entschieden werden, ob sein Cholesterin-Wert medikamentös behandelt werden sollte.

Zur Abschätzung des individuellen Gefäß-Risikos sind so genannte Score-Systeme (z.B. PROCAM-Score; siehe unten) entwickelt worden, welche die oben genannten Faktoren berücksichtigen und bei der Entscheidung ihres Hausarztes für die Notwendigkeit einer medikamentösen Therapie behilflich sind.

Basis einer Behandlung erhöhter Cholesterin-Werte ist immer noch eine Umstellung der zumeist zu fettreichen Ernährung. Bei den allgemeinen Maßnahmen zur Ernährung empfiehlt sich:

  • Reduktion der tierischen Fette in der Nahrung zugunsten von pflanzlichen Fetten (Ölen), so genannte "mediterrane Kost"; Bevorzugung von Ölivenöl, Leinöl oder Distelöl
    (Margarine-Produkte werden aufgrund des Gehaltes von trans-Fettsäuren oder der nicht ausreichend untersuchten Effekte von Phytosterinen zunehmend kritisch beurteilt)
  • 3 Esslöffel Haferflocken pro Tag
  • 1-2 mal Fischmahlzeit pro Woche
  • regelmäßige körperliche Bewegung / Ausdauertraining (steigert HDL)

Sollte es bereits zu Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Herzkranzgefäß-Verengung mit Katheter-Behandlung (PTCA, Stent) oder operativer Bypass-Versorgung gekommen sein, so wird zusätzlich zu den allgemeinen Ernährungs-Maßnahmen in der Regel eine medikamentöse Cholesterin-Senkung mit Statinen erforderlich sein, um LDL-Zielwerte von unter 100 mg/dl zu erreichen.
Auch Patienten mit Verengungen der Halsgefäße, Schlaganfall und arterieller Verschlusskrankheit der Beine bedürfen meist einer medikamentösen Behandlung.
Patienten mit Diabetes mellitus (Zucker-Krankheit) weisen ebenfalls ein deutlich höheres Arteriosklerose-Risiko auf und werden nach strengeren Grenzwerten behandelt.

Hierbei sollte das Statin-Medikament abends eingenommen werden, um insbesondere die nächtliche körpereigene Bildung des Cholesterins in der Leber zu hemmen.
Statine wirken als Hemmstoffe der körpereigenen Cholesterin-Bildung in der Leber, welche den größten Anteil des im Blut gemessenen Cholesterins bewirkt. Deshalb gibt es auch Patienten, die trotz einer optimalen Diät die gewünschten Zielwerte des Blut-Cholesterins nicht erreichen.

Sollten Sie also Fragen zu ihrem Cholesterin-Wert und einer eventuellen Behandlungsbedürftigkeit haben, so sprechen sie uns persönlich bei einem Termin in unserer Praxis darauf an.



PROCAM-Score

Im PROCAM-Score wird anhand verschiedener Merkmale und Laborwerte ein Punktwert ermittelt, der eine Voraussage des Herzinfarkt-Risikos über 10 Jahre erlaubt.

Procam-Score

Procam-Score-2


Der PROCAM-Score wurde aus Daten von Männern im Alter zwischen 35 und 65 Jahren ermittelt und ist streng genommen nur für diese Personengruppe anzuwenden. Entsprechende Daten für Frauen existieren noch nicht, man geht jedoch für Frauen nach der Menopause (Wechseljahre) im Alter zwischen 45 und 65 Jahren von einem Viertel des Risikos eines gleich alten Mannes aus. Somit wäre die Punktzahl bei Frauen dieser Altersgruppe durch 4 zu teilen.

Sie können den PROCAM-Score auch im Internet berechnen lassen und finden ihn unter folgender Adresse: www.chd-taskforce.de

Personen mit weniger als 38 Punkten weisen ein niedriges Risiko auf, hier sind lediglich oben genannte allgemeine Maßnahmen und eine Reduktion anderer Risikofaktoren wie zum Beispiel ein Nikotinverzicht und eine Reduktion des Übergewichts zu empfehlen. Bei einem Punktwert von 38 bis 53 Punkten liegt ein mäßig erhöhtes Risiko vor, welches eventuell im individuellen Fall neben den allgemeinen Maßnahmen einer medikamentösen Therapie bedarf, um einen LDL-Zielwert von 135 mg/dl zu erreichen. Bei einem hohen Risiko (über 53 Punkte) ist in der Regel eine medikamentöse Behandlung erforderlich, um einen LDL-Zielwert von unter 100 mg/dl zu erzielen. Patienten mit bereits erlittenem Herzinfarkt, oder Diabetes mellitus, oder arterieller Verschlusskrankheit sind der Hochrisiko-Gruppe zuzuordnen.


europäisches SCORE-Project (Systemic Coronary Risk Evaluation)

In diesem etwas einfacheren Score-System kann man das individuelle Risiko anhand der Parameter Alter, Geschlecht, Rauchen, Blutdruck und Gesamtcholesterin ermitteln. Eine Notwendigkeit, über die allgemeinen Maßnahmen mit Medikamenten den Cholesterin-Spiegel zu senken, besteht erst ab einem Risiko über 15 Prozent, also in den dunkelroten Feldern.

Score-Project

 

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