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Thema: Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)

Blutdruck-Messung

Ein Bluthochdruck bleibt oft lange unerkannt und ohne Symptome. Unbehandelt ist der Bluthochdruck ein gefährlicher Risikofaktor für vorzeitige Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall und Nierenschäden.

Mäßig erhöhte Blutdruckwerte verursachen meist keine Beschwerden und können nur durch routinemäßige Messungen erkannt werden.


Häufig bestehen bei vielen Patienten Unklarheiten bezüglich der Normalwerte des Blutdruckes. Hier können sie sich an den aktuellen Kriterien der ESH/ESC (European Society of Hypertension/European Society of Cardiology) zum Bluthochdruck orientieren:

 


Kategorie

Blutdruck systolisch
in mm Hg

Blutdruck diastolisch
in mm Hg
optimal
unter 120
unter 80
normal
120-129
unter 80
hoch normal
130 - 139
80 - 89
Grad 1 (mild)
140 - 159
90 - 99
Grad 2 (mittelschwer)
160 - 179
100 - 109
Grad 3 (schwer)
180 oder darüber
110 oder darüber
isolierte systolische Hypertonie
über 140
unter 90

(Klassifikation der arteriellen Hypertonie nach ESH/ESC, 2018)


Zu beachten ist, dass ein einmalig (oftmals situativ bedingt) erhöht gemessener Blutdruck in der Regel keine direkte Gefahr darstellt. Gefährlich wird ein über längere Zeit erhöhter Bluthochdruck, der unbehandelt auf Dauer Blutgefäße und Organe schädigt und ein Risikofaktor für den Schlaganfall und Herzinfarkt darstellt. Deshalb ist bei einer Bluthochdruck-Erkrankung auch die regelmäßige und dauerhafte Behandlung und Einnahme der Medikamente so wichtig!
Ein erhöhter Blutdruck kann manchmal unbemerkt und ohne Symptome bestehen! Lassen Sie also gelegentlich ihren Blutdruck messen und nehmen Sie regelmäßig die Gelegenheit zur Gesundheitsuntersuchung wahr.

Bei der Beurteilung einer Behandlungsbedürftigkeit erhöhter Blutdruckwerte müssen auch Begleiterkrankungen, insbesondere des Herzkreislauf-Systems, berücksichtigt werden. Bei Patienten mit Bluthochdruck als alleiniger Erkrankung ist ein Zielwert von unter 140/90 mm Hg anzustreben. Kommen Begleiterkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Nierenschädigung oder andere Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen hinzu, so ist aufgrund des erhöhten Risikos eventuell im individuellen Fall auch ein Zielwert von unter 130/80 mm Hg sinnvoll. Striktere Zielwerte unter 120/80 mm Hg sind aufgrund neuerer Studiendaten weitgehend verlassen worden.

Basis der Behandlung stellen zunächst allgemeine Maßnahmen wie Gewichtsreduktion bei Übergewicht, regelmäßiges körperliches (Ausdauer-)Training, gesunde Ernährung mit Einschränkung des Salzkonsums (6g/Tag), Reduktion des Alkoholkonsums, Aufgabe des Rauchens u. a. dar. Sollte hierdurch keine Normalisierung der Blutdruckwerte zu erreichen sein, so stehen heute eine Vielzahl von meist gut verträglichen blutdrucksenkenden Medikamenten zur Verfügung, die alleine oder in Kombination, individuell abgestimmt auf die übrigen Erkrankungen des Patienten, eine Blutdruck-Normalisierung und damit Minderung des Risikos von Folgeerkrankungen ermöglichen.


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